Rückblick Bauwagenfreizeit 2019

In nur 7 Tagen ist aus einem einfachen leeren Bauwagen ein mobiler Jugendraum geworden. Hier finden Sie nun einige Bilder vom Bau. Der Bauwagen war bereits bei einigen Teenkreisen, der Kinderferienwoche oder auch am Eröffnungssonntag des Ferienwaldheim Hölzle zu sehen. Sie wollen den Bauwagen auch mal in Ihrer Gemeinde haben? Dann melden Sie sich bei Jugendreferent Philip Rampp und wir sehen was möglich ist.

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EJW BEZIRK BIBERACH» Ein Bauwagen wird zum Jugendraum

„Wer Jugendliche für sich gewinnen möchte, darf nicht erwarten, dass diese zu einem kommen, sondern wir müssen zu den Jugendlichen gehen“. So steht es in der Projektbeschreibung für einen „mobilen Jugendraum“, die Philip Rampp, Bezirksjugendreferent im EJW Biberach, im Sommer 2018 verfasst hat.

In der Diasporasituation in Oberschwaben steht Jugendarbeit vor einer besonderen Herausforderung. So ist eine zentralisierte Jugendarbeit im Kirchenbezirk nur sehr schwer bis unmöglich. In manchen Kirchengemeinden gibt es kein Gemeindehaus, geschweige denn eigene Jugendräume. Deswegen ist die aufsuchende Jugendarbeit eine wichtige Aufgabe des Evangelischen Jugendwerkes.

Etwa ein Dreivierteljahr wurden verschiedene Optionen geprüft, wie dieser mobile Jugendraum aussehen könnte. Aus der anfänglichen Idee, einen alten Wohnwagen als Basisfahrzeug zu nutzen, wurde im Laufe der Zeit ein Bauwagen. Von Anfang an waren Jugendliche an den Planungen beteiligt. Ihnen war eine Chill-Ecke wichtig, außerdem eine kleine Küche. Zudem sollten eine Musikanlage und ein Beamer dabei sein. Finanziert wurde das Projekt vom Jugendwerk, dem Kirchenbezirk Biberach und verschiedenen Stiftungen.

In den Pfingstferien 2019 wurde der Bauwagen geliefert und der Ausbau konnte starten: Montags startete die Bauwagenfreizeit mit zwölf motivierten Jugendlichen. Vom Beruflichen Fortbildungszentrum in Biberach (BFZ) kamen junge Flüchtlinge hinzu. „In nur sieben Tagen, ist aus einem einfachen, leeren Bauwagen ein mobiler Jugendraum geworden,“ erzählt Philip Rampp.

Inzwischen erinnert er nur noch von außen an einen Bauwagen. Eine Küche mit Herd und Kühlschrank wurde eingebaut, eine Heizung, die gewünschte Musikanlage und ein Beamer sind vorhanden, eine Leinwand und ein größerer Tisch. Im hinteren Teil des Wagens gibt es eine Sitzecke, in der ungefähr 14 Personen Platz finden. Der Wagen wurde isoliert, fünf Fenster sorgen für Tageslicht. Ein Highlight sind die Lampen: Es sind alte Skateboards, in die LED-Lampen eingesetzt wurden.

Aktuell wird der Bauwagen vor allem für Gruppenstunden, Aktionen oder Freizeiten genutzt. Geplant ist, dass der mobile Jugendraum auch auf Schulhöfen zum Einsatz kommt.

Gisela Schweiker, Öffentlichkeitsarbeit ejl Württemberg