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Alter Schwede - war das eine Freizeit!

Am Montag, den 13. August war es soweit. Voller Fernweh machten wir uns auf nach Schweden. Nachdem uns Pfarrerin Bleher einen Reisesegen zugesprochen hatte, steuerten wir mit unseren zwei Minibussen zunächst Rostock an. Dort verbrachten wir eine Nacht im Hostel und konnten am nächsten Tag die Stadt erkunden. Begeistert hat uns vor allem der Hafen und die historischen Gebäude der Hansestadt. Um nach Schweden zu kommen, nahmen wir dann die Fähre um 23:45 Uhr. Ausgerüstet mit Isomatte und Schlafsack begaben wir uns an Bord in den Speisesaal, denn dies sollte der Schlafplatz für die Nacht sein. Nachdem wir durch den Wellengang in den Schlaf geschaukelt wurden, erwachten wir am nächsten Morgen von den Ansagen des Kapitäns durch die Lautsprecher. Die Ostsee war nun überquert, wir waren auf schwedischem Boden angekommen und fuhren weiter zum Ferienhaus. Aufgrund des sonnigen Wetters sahen wir uns nach der Ankunft gezwungen direkt zum nahegelegenen See zu gehen. Nach dieser Abkühlung (inklusive Schlammschlacht) stärkten wir uns später am Freizeithaus mit einem Abendessen. Den darauffolgenden Tag wollten wir mit einem Besuch im Heimatkundemuseum von Högsma starten, welches jedoch geschlossen hatte. Spontan entschieden wir uns dafür, stattdessen den schwedischen Wald zu erkunden und uns von der schwedischen Natur begeistern zu lassen. Am Abend beendeten wir den Tag mit British Bulldog und Jugger (Gemeinschaftsspiele) auf dem Rasen vor dem Haus, sportliche Aktivität kam hierbei nicht zu kurz. Trotz allgemeinem Schlafmangel wollten wir am nächsten Morgen früh los, um ein Bergwerk zu besichtigen. Verbunden mit einem Entdeckungsspiel wagten wir uns mit Schutzhelm und Taschenlampe bewaffnet in die „Kleva Gruve“. Die Freude, die wir dabei hatten, war uns nach der Besichtigung wahrscheinlich anzusehen. Am Abend bestand noch die Möglichkeit Kanu zu fahren oder Gesellschaftsspiele im Freizeithaus zu spielen.

Chillen! - das hätte das Motto für den darauffolgenden Samstag sein können: Neben einem Kochduell, bei dem zwei verschiedenen Gruppen spielerisch die Zutaten zugeteilt wurden, gab es viel freie Zeit. Am Sonntag bereiteten wir gemeinsam einen Werkstattgottesdienst vor. In Kleingruppen wurden die verschiedenen Elemente des Gottesdienstes erarbeitet, um dann gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Für den nächsten Tag stand eine längere Kanufahrt an, bei der wir zwei Seen mitten in der schwedischen Natur überquerten. Angekommen auf einer kleineren Insel im zweiten See, löffelten wir unsere Sonntagssuppe und plauderten über dies und jenes. Für die Nacht bestand die Möglichkeit auf einer dieser Inseln zu übernachten. Ein Teil der Gruppe entschied sich dafür dies zu tun - es war ein echtes Highlight. Der vorletzte Tag in Schweden wurde mit einem Wikingerspiel am See gefüllt. Hierfür wurden wir in zwei Teams eingeteilt, in welchen wir uns dann gegenseitig mit viel Spaß an Land und auf See bekämpften.

Am nächsten Morgen mussten wir, nach 8 Tagen am Ferienhaus, schweren Herzens schon wieder unsere Sachen packen. Das nächste Ziel war die schwedische Stadt Malmö. Hier durften wir die Stadt erkunden und in Gruppen mitgebrachte schwäbische Spezialitäten gegen Lebensmittel für das Abendessen eintauschen. Hierfür sprachen wir Passanten, Restaurantbesitzer, etc. an und machten ihnen die schwäbischen Spezialitäten, wie zum Beispiel Spätzle, schmackhaft. Auf der Fahrt zum Hafen konnten wir dann die eingetauschten Sachen (Brot, Pommes, Dönerfleisch, Apfel, …) speisen. Am späten Abend erreichten wir schließlich den Hafen, an dem unsere Fähre wartete. Die Zeit, bis wir auf die Fähre durften vertrieben wir uns mit lustigen Spielen oder verrückten Tänzen am Fähranleger. Wir platzierten uns zum Schlafen, wie bei der Hinfahrt, auf dem Boden des Speisesaals - was beide Male ein echtes Abenteuer für uns war! Als wir am nächsten Morgen in Rostock ankamen, verließen wir mit unseren zwei Minibussen die Fähre und fuhren weiter in Richtung schwäbische Heimat. Wie immer haben wir uns die langweiligen Fahrten mit lustigen/ernsten/ironischen/informativen Gesprächen angenehmer gemacht. Außerdem haben wir gefühlt (!) jeden Choral des Evangelischen Gesangbuchs einmal angesungen. Hier haben alle außergewöhnlich hohe Gesangsqualitäten aufzeigen können! Nach einem Besuch im Restaurant „zum goldenen M“ kamen wir schlussendlich am frühen Abend in Biberach an. Vor dem Gebäude des EJW zogen wir noch gemeinsam ein Fazit der Freizeit und waren uns einig, dass es eine megacoole und sehr gelungene Freizeit war!

Danke an die Leiter Philip, Georg und Helen - wir freuen uns auf das Nachtreffen!


Julian Böhringer, Teilnehmer Schweden-Freizeit